Mittwoch, 21. Februar 2018

"Höchstädt und die B16" versus "Blindheim und das Wasser"

(Höchstädt 21.02.2018) Man möchte zugunsten der Nord-Trasse der B16 das Wasserschutzgebiet aufgeben. In Bayern ist es kommunale Hoheit seine Bürger mit dem höchsten Gut Trinkwasser bedienen zu dürfen. Warum sollte man so leichtfertig ein Wasserschutzgebiet für die B16-Trasse aufgeben, wenn es noch Alternativen gibt? Ist das zu bekommende Geld wirklich so nötig oder doch das Gewerbegebiet? Die Gewässer im Ries werden bekanntlich vor allem im Bereich Blindheim-Schwenningen gefördert. Der Nebelbach (Blindheim) blieb nun das dritte Jahr infolge trocken. Beim Angerbach in Schwenningen und kleineren Brunnen sieht die Wasserführung auch nicht besser aus. Für die Bachmuschel wurde vor einer Dekade sehr viel Geld ausgegeben. Es ist zu befürchten, dass man hier auf den Hochterrassenschottern eben nicht mehr im „Land der Glückseligen“ ist und Wasser quasi unbegrenzt vorhanden ist. Bevor man sich auf die Versorgung aus den dortigen Brunnengalerien verlässt, sollte man sich erst einmal über ein hydrologisches Gutachten/Grundwassermodell versichern lassen, ob und wie viel Wasser - insbesondere zu Trockenzeiten - überhaupt noch zur Verfügung steht. Schaut man sich die Wasserstände heute an, so erscheint die Förderung bereits grenzwertig oder gar schon über das verträgliche Maß hinaus ausgeweitet, von den Einschränkungen der Landwirtschaft durch die riesigen Wasserschutzgebiete ganz zu Schweigen. Durch das Anschließen von immer mehr Kommunen an die Gewässer im Ries wird das unter Umständen zum Problem, eben mal wieder für Blindheim. Man verlagert, wie z.B. bei der Putenstallfrage (Sonderheim) ein weiteres Problem zu seinen Nachbarn und stellt sich selbst vor seinen Bürgern besser. Die eigene Freiheit endet da, wo die Freiheit des Anderen beginnt! Sind wir mitten im Wahlkampf oder im Kampf ums Wasser angekommen und nennt man den Ausbau der B16 im Volksmund nicht schon die „Winter-Autobahn“?