Dienstag, 2. Januar 2018

Randnotiz | Wie der Bürger beim Thema Flutpolder vor vollendete Tatsachen gestellt wird!

(Höchstädt 02.01.2018) Als Bürger des Landkreises Dillingen reibt man sich verwundert die Augen, wenn man liest, was die etablierten Parteien aus der Bundestagswahl gelernt haben. Obwohl sich die Flutpolder erst im Raumordnungsverfahren befinden, also eigentlich noch „untersucht“ werden sollte, ob die Polder überhaupt kommen, ignorieren die örtlichen Repräsentanten diesen Verwaltungsakt einfach und bilden – mit öffentlichen Geldern - gleich eine zentrale Anlaufstelle, die sich unter anderem für die Polder verantwortlich zeichnet. Offensichtlicher kann man dem Bürger eigentlich kaum sagen, egal was untersucht wird, das Ergebnis steht schon fest. Mit dem Ort der Anlaufstelle, nämlich Höchstädt, soll wohl „gut Wetter“ vor Ort gemacht werden, nachdem es bei der letzten Bundestagswahl so ein „unschönes“ Ergebnis gab. Man fragt sich auch, warum hier im Landkreis ein solches Anlaufzentrum entstehen soll. Hier gab es noch nie ein HQ100 Hochwasser. Wären solche Zentren nicht besser an den Orten aufgehoben, wo das Hochwasser entsteht, nämlich entlang der Alpen? Oder will man den Landkreis Dillingen künstlich zur Badewanne Bayern „ausbauen“? Machen wir`s doch einfach so: München kann seine 130.000 Euro behalten und jeder Landkreis in Süddeutschland sorgt für seinen Hochwasserschutz und das kein Wasser weitergeleitet wird. In diesem Falle wären Flutpolder in der Region Nordschwaben absolut überflüssig! Es ist übrigens ziemlich dreist, wenn das Geld für dieses Zentrum aus einem Topf kommt, dass die „Qualität der Lebensräume“ zwischen Stadt und Land ausgleichen soll. Wir sollen also für 130.000 Euro das Wasser für die Großstädte abnehmen. Ein wirklich schlechter Deal!
Dieser Kommentar wurde zu einem Artikel der Donau-Zeitung „Knapp 130.000 Euro Zuschuss füreine zentrale Anlaufstelle“ vom 20.12.2017 veröffentlicht.