Montag, 14. August 2017

Randnotiz | Was will das Bündnis um Schrell und Winter?

(Dillingen 14.08.2017) Wenn man sich die Ziele des sogenannten „Bündnis Hochwasserschutz“ ansieht, steht folgende Faktenlage fest. Das Bündnis hat nun auch offiziell den Kampf gegen die Flutpolder eingestellt, wenn denn überhaupt jemals ernsthaft dagegen vorgegangen worden ist. Es geht nicht mehr um das „ob“ dieses fragwürdigen Prestigeprojektes der Landesregierung, sondern nur noch um die Ausdehnung des Polders. Sachliche Einwendungen gegen die Polder werden genauso ignoriert, wie dies von WWA vorgeführt worden ist. Der Befehl aus München wird von den Landkreisgrößen rigoros ausgeführt! Ob die Einstauhöhe 2 Meter oder über 4 Meter sein wird, ist nicht entscheidend, da bei entsprechender Gefahrenlage der Damm bis zur Schmerzgrenze geflutet werden wird, damit die Donaustädte, wie auch bisher, weiter bis ans Ufer und in Hochwassergebiete bauen können. Desweiteren fällt dem „Bündnis Hochwasserschutz“ wohl nichts besseres ein, als die Unterschriftenaktion der betroffenen Bürger mit Falschmeldungen zu torpedieren. Tatsache ist, dass jede Unterschrift sich gegen alle Polder in Nordschwaben – von Leipheim bis Gremheim - richtet! Im Gegensatz zum Bündnis um die Herren Schrell und Winter gehen die Initiatoren der Unterschriftenaktion nicht nach dem St.-Florian-Prinzip vor, sondern zeigen sich solidarisch mit allen betroffenen Bürgern in Nordschwaben, denn nur so kann diese nachhaltige Heimat- und Landschaftszerstörung abgewendet werden! 
Zum Schluss muss festgestellt werden, dass das rechtlich mehr als fragwürdige „Bündnis Hochwasserschutz“ - es nennt sich selbst „rechtsformlose Interessengemeinschaft“ - mit Steuergeldern Propaganda für den Polder in unserer Heimat macht, indem hier entsprechende linientreue Schriften an die Bevölkerung verteilt werden sollen.
Wenn es Herr Schrell ernst meinst mit dem „intensiven Dialog mit den Betroffenen“, warum stellt er sich denn dann nicht in einer Podiumsdiskussion den Machern der Unterschriftenaktion?