Montag, 21. August 2017

1.780 Euro - soviel kassiert ein Asylbewerber im Landkreis Donau-Ries

(Donauwörth 21.08.2017) Ein Kontoauszug eines Asylbewerbers aus dem Landkreis Donau-Ries geistert seit Tagen durch die sozialen Medien in Nordschwaben. Einem Mann mit orientalisch klingenden Namen aus Daiting werden dort knapp 1.800 Euro „Asyl Geldleistungen“ auf sein Konto gutgeschrieben. Entsprechend die Reaktionen der Bevölkerung in der Netzwelt. Dass dies natürlich nicht in das Weltbild gewisser etablierter Kreise passt und schon gar nicht wenige Wochen vor der Bundestagswahl, lässt sich an Gegenaktionen zu dieser Nachricht erkennen. So erschien auf dem „Nachrichten“-Portal „Donau-Ries-Aktuell“ ein tendenziöser Artikel, der die Nachricht bzw. den Screenshot des Kontoauszuges in Richtung „Fake-News“ setzte, von „Unwahrheiten“ ist dort auch die Rede. Tatsache ist aber, dass dieser Kontoauszug keine Fälschung ist und daher auch nicht als „Fake“ oder „Unwahrheit“ bezeichnet werden kann. Er entspricht eben jener Realität, über die man in manchen Redaktionen nicht berichten möchte. So werden in Teilen der Tagespresse Gewaltdelikte, Vergewaltigungen oder andere schwere Straftaten, die von Asylbewerbern begangen worden sind - wenn überhaupt - gerne als kleine Randnotiz oder in einem kleinen Polizeibericht „versteckt“. Die Überschrift wird entsprechend neutral gehalten, so dass eine solche Nachricht gerne überlesen wird. Ob nun das Geld im vorliegenden Fall für eine Person gedacht ist oder auch für mehrere, lässt sich aufgrund des Kontoauszuges nicht nachvollziehen und das zuständige Amt darf auch entsprechende Daten nicht weitergeben. Tatsache ist eben, dass ein Flüchtling eine solche Summe erhalten hat.
Die Polizei sieht sich ebenfalls gezwungen, in diesem Fall aktiv zu werden. Allerdings wird hier nicht die Richtigkeit der Zahlung an den Asylbewerber untersucht, sondern Bürger, die den Kontoauszug zum Beispiel über Facebook geteilt haben, müssen mit einer Anzeige rechnen, da „die unbefugte Veröffentlichung von personenbezogenen Daten im Internet“ unter Umständen eine Straftat darstellt. Während letzte Woche in Spanien und Helsinki mindestens 15 Personen von Islamisten ermordet wurden und unter den vermeintlichen Tätern sich auch mindestens ein Asylbewerber befand, sehen deutsche Sicherheitsbehörden scheinbar einen höheren Handlungsbedarf in der Verfolgung solcher Straftaten. Während von hunderttausenden Asylbewerbern noch nicht 100-prozentig die Herkunft geklärt ist, müssen steuerzahlende Deutsche mit dem Besuch von der Polizei rechnen.