Donnerstag, 15. Dezember 2016

Kriegerdenkmal Gundelfingen: Bitte keine Umgestaltung!

(Gundelfingen 15.12.2016) Im April diesen Jahres beschloss die Stadt Gundelfingen einen Wettbewerb zur Neugestaltung des Kriegerdenkmals auszurufen. Der Standort solle bleiben, jedoch solle das Denkmal thematisch und künstlerisch überarbeitet werden. Was hier einem blühen kann, zeigt das Beispiel in Buttenwiesen. Auch hier gab es einen Wettbewerb und heraus kam ein fragwürdiges und geschmackloses „Friedensdenkmal“. Das alte Denkmal sollte vom zentralen Ort verschwinden. Nur einem regen Bürgerprotest war es zu verdanken, dass das Kriegerdenkmal in Buttenwiesen nun unter Denkmalschutz steht. In welche Richtung die Geschichte auch in Gundelfingen gehen kann, zeigt ein Artikel der „Donau-Zeitung“. Dort wird von einem „wuchtigen“ Denkmal gesprochen, das während der NS-Zeit errichtet wurde. Jeder kann sich ausmalen, dass ein Einsatz für das bisherige Denkmal dazu führen kann, dass entsprechende Kreise einen der Sympathie für das NS-System bezichtigen würden.
Aber schauen wir uns den Sachverhalt ganz objektiv an:
Das Denkmal steht nunmehr seit knapp 70 Jahren unter der Regentschaft der BRD. Von einem NS-Denkmal kann daher wohl kaum mehr gesprochen werden. Auch hat sich die Bevölkerung in dieser Zeit nie über das Denkmal als solches beschwert, warum dann eine Umgestaltung?
Die Architektur als solches ist in Nordschwaben einzigartig. Ähnlich wie das „Haus der (deutschen) Kunst“ in München oder andere Gebäude – in welchen heute Ministerien untergebracht sind (!) – zeigt das Denkmal in Gundelfingen einen für damalige Verhältnisse üblichen Baustil, der eben zu unserer Geschichte gehört.
Die Toten auf dem Denkmal mahnen zum Frieden und dies ist gerade in unserer Zeit wichtig. Wenn sogenannte etablierte Medien gegen Russland und Putin zu Felde ziehen, hat dies schon etwas von Kriegstreiberei. Und wenn uns eines die Geschichte gelehrt hat, dann, dass Russland und Deutschland zum Wohle Europas niemals Krieg führen dürfen.
Statt über die Umgestaltung des Kriegerdenkmals zu diskutieren, wäre es doch angebrachter darüber zu sprechen, warum ausgerechnet eine ominöse Person wie Lech Walesa im Landkreis Dillingen Träger des Friedenspreises der St. Ulrichsstiftung ist. Dieser hat nicht nur das deutsche Volk mit der Ausrottung bedroht, er ist auch der Meinung, dass in Polen Atombomben stationiert werden sollten, die Richtung Russland zielen sollen!
Man kann nur an den gesunden Menschenverstand der Entscheidungsträger appellieren, dass das Kriegerdenkmal nicht zum Spielball des Zeitgeistes wird.