Dienstag, 16. August 2016

PEGIDA – Erlebnisberichte aus Dresden, München und Nürnberg

(Dillingen 16.08.2016) Folgender Bericht zu den PEGIDA-Spaziergängen wurde von einem Mitarbeiter unseres Blogs aus dem Landkreis Dillingen erstellt und soll einen kurzen Einblick in das Phänomen PEGIDA geben. Seit langem verfolgte ich die PEGIDA Spaziergänge in Dresden und anderswo mit regem Interesse. Von Anfang an war ich von diesen Bürger-Demonstrationen ziemlich begeistert. Deshalb beschlossen ein paar Freunde und ich vom heimatlichen Wertingen auf eine PEGIDA-Veranstaltung nach Dresden zu fahren. Nach etwa 5 Stunden Fahrt kamen wir im nassen Dresden an. Nachdem wir einen Parkplatz gefunden hatten, gingen wir der Menschenmasse nach, um zu PEGIDA zu gelangen. Kurz vor der Veranstaltung hielten uns noch Polizeibeamte auf und kontrollierten uns. Danach konnten wir endlich am Bürger-Protest teilnehmen. Die Redner von PEGIDA berichteten die erste halbe Stunde über die aufdringliche „ Lügenpresse“, den Islam und über lokale Themen aus Dresden. Mit mehreren tausend besorgten Menschen zogen wir dann durch die Dresdner Innenstadt. Es dröhnten immer wieder Parolen aus der Masse wie „Wir sind das Volk“ oder „Lügenpresse“. Es war ein Spaziergang, der mit „Gänsehaut“ verlief. Vom linken Gutmenschentum war kaum etwas zu sehen. Nach einer gefühlten halben Stunde liefen wir wieder zum Ausgangsort. Dort wurde noch eine ermutigende Rede von PEGIDA-Gründer Bachmann gehalten, dann war der Spaziergang zu Ende und die Teilnehmer zogen alle friedlich dahin. Interessant war, dass sich der Teilnehmerkreis aus der Mitte der Gesellschaft zusammensetzte. Junge und Alte, Männer und Frauen, Familien mit Kindern, Arbeiter, Angestellte, Beamte und Akademiker waren vereint. Sie alle zogen auf die Straße aus Angst vor einem Deutschland im Sinne von Angela Merkel. Gespräche am Rande zeigten, dass viele Bürger enttäuscht von der bürgerlichen CDU waren. Ein älterer Herr sagte zu mir, dass ihn das alles an die Demonstrationen gegen die DDR-Führung Ende der 80er Jahre erinnere. Genauso wie damals, hetzte das Staatsfernsehen gegen die Bürgerproteste. Geholfen hat es den Genossen wenig, wie wir aus der Geschichte wissen. Viele Dresdner mit denen wir sprachen, waren erfreut darüber, dass wir extra aus dem weit entfernten Schwaben nach Dresden zu PEGIDA gefahren waren. Viele fragen aber auch, warum es nicht im Westen die selbe Bewegung gebe. Schließlich sei dort die Lage ja viel dramatischer. Es blieb mir nur die verschämte Antwort, dass man die Bevölkerung im Westen schon fett, träge und dekadent gemacht habe und viele Bürger Angst vor der gewalttätigen Antifa hätten.
Folgerichtig wollten wir uns dann eine Woche später auch die West-PEGIDA in München ansehen. Auffällig war die zu Dresden geringe Teilnehmeranzahl von ein paar hundert Bürgern. Desweiteren musste PEGIDA durch ein großes Polizeiaufgebot vor den „Demokraten“ der Antifa und der vereinten Linken (SPD, Die Linke, JUSO, Grüne, etc.) geschützt werden. Da wir aufgrund eines Staus auf der A8 zu spät angekommen waren, beobachten wird PEGIDA inmitten des linksradikalen Mobs, was natürlich gleichzeitig abstoßend, aber auch aufregend war. Dort sah ich das erste Mal mit meinen eigenen Augen, wie linke Gewalt gegen die Polizei abläuft. Als die Linksextremen von der Seite über die Absperrung sprangen, stürmten von hinten ihre Genossen in die Polizei. Weil die linken Gewalttäter zu zahlreich waren, musste sich die Polizei kurzfristig zurückziehen. An ein Ereignis kann ich mich an diesem Abend auch noch ganz genau erinnern. Aus der linken Meute heraus, erblickte ich die zirka 400 patriotischen Münchner Bürger. Sie standen eingekesselt mit ihren Schwarz-Rot-Gold Fahnen und Bayrischen Landesflaggen stolz am Sendlinger Tor. Um sie herum standen die Rotfaschisten mit ihren roten Kommunisten-Fahnen und auf einer Bushaltestelle stand ein provozierender Ausländer mit einer türkischen Nationalfahne. Er schrie „scheiß Deutsche, scheiß Christen“. Die Antifa tolerierte diesen türkischen Nationalismus und versuchte dieses unverschämte Gebrüll noch mit Pfeifen und Rufen wie „Deutschland verrecke“ oder „ Nie wieder Deutschland“ zu bestärken. Nach ungefähr einer Stunde war dieses erschreckende Spektakel zu Ende. Meine Freunde und ich waren verblüfft, solch faschistische Hetze aus einem linken Mund zu hören. Wir beschlossen das nächste Mal auf jeden Fall pünktlich bei PEGIDA zu sein. Einen so dramatischen Selbsthass auf der linksextremen Seite zu erleben, war sehr spannend, aber auch irritierend. Eine Woche später versuchten wir es noch einmal. Diesmal schafften wir es rechtzeitig zum Spaziergang. Es war sehr schön mit anzusehen, wie unsere bayerische Fahne an diesem nassen Abend wehte. Es waren mehrere Münchner Redner vor Ort, die uns von den neuesten Themen berichteten. Es wurde immer wieder von der Gegenseite versucht, uns zu übertönen. Mit Trillerpfeifen und Geschrei versuchte die vereinte Linke die Meinungsfreiheit zu begraben, aber es gelang ihnen nicht. Nach einiger Zeit zogen wir bei frischen Temperaturen in die Münchner Innenstadt. Stolz die Flagge von Deutschland und Bayern in der Hand ließen wir uns nicht von provozierendem Gebrüll beirren. Dann gab es noch eine Abschlussrede und wir fuhren mit der U-Bahn Richtung Fußgängerzone. Dort konnten wir dann ohne Probleme zu unserem Auto gelangen.

Aber unser härtester Spaziergang war in Nürnberg. Als wir am PEGIDA-Nürnberg Spaziergang teilnahmen, wurden wir erst einmal - als wir nach dem Weg bei der Polizei fragten - in die falsche Richtung geschickt. Ob dies Absicht war, kann nur spekuliert werden. Als wir dann nach einiger Zeit dem Navi folgten, kamen wir zu einer Gasse, in der die Polizei mit Vollmontur Stellung bezog. Ich fragte die Beamten ganz höflich, ob dies der Eingang zur Demonstration sei, aber sie antworteten nur abfällig, dass wir weitergehen sollten. Wir gingen weiter und als wir nach einiger Zeit auf linke Gegendemonstration stießen, wurde dort öffentlich zu Gewalt gegen PEGIDA aufgerufen! Die Polizei war nicht in Sichtweite. Als ich mir das Spektakel eine zeitlang anschaute, erblickte ich eine Person, die offensichtlich ebenfalls an der patriotischen Veranstaltung teilnehmen wollte. Wir folgten ihr eine zeitlang, bis ich sie schließlich ansprach. Es stellte sich heraus, dass die Person ein Rechtsanwalt aus Fürth war und wir begleiteten ihn bis wir wieder an der ursprünglichen Gasse ankamen. Diesmal wollte die Polizei nur ihn hinein lassen, uns aber nicht. Auf Drängen des Anwaltes durften wir auch mit hinein. Als wir dann an der nächsten Absperrung ankamen, stand dort der linke Pöbel schon davor. Wir baten die Polizei uns doch an der Seite hinein zu lassen, aber sie bestanden darauf, dass wir durch etwa 30 pöbelnde Linke gehen sollten. Als wir dies relativ unbeschadet geschafft hatten, wurden wir erst noch 10 Minuten von der Polizei durchsucht. Endlich an der PEGIDA Demonstration angekommen, gab es noch eine kurze Rede und wir liefen los. Zwischen jungen und alten Mitstreitern waren auch kleine Kinder mit dabei. Wir spazierten 10 Minuten, bis die Linken die Straße blockierten und die Polizei in einer Stunde nicht in der Lage war, die Straße zu räumen, so dass wir schließlich umkehren mussten. Nach solch einer Niederlage mussten wir dann noch zum Hauptbahnhof in Nürnberg mit der U-Bahn fahren. Dort angekommen, wurden wir wie Vieh von der Polizei in die Enge getrieben. Von der 3. Etage aus spuckten ausländische „Fachkräfte“ und Linke auf uns herab, doch die Polizei ließ uns keinen Meter weiter gehen. Als wir dann die Treppe hochgingen, bewarf einer dieser Gutmenschen einen Sympathisanten von uns mit Zeitungen. Die Lage eskalierte schließlich und die Polizei griff das erste Mal an diesem Abend ein. Nachdem sich die Lage auflockerte, nahmen wir den nächsten Ausgang vom Hauptbahnhof und liefen zu unserem Auto.

Wer Abenteuer oder etwas Adrenalin sucht, dem kann der Besuch von PEGIDA München oder Nürnberg empfohlen werden. Echter Bürgerprotest ist im Augenblick wohl nur in den neuen Bundesländern möglich.