Freitag, 15. Juli 2016

Der Bauer ist das Opfer – Tierhaltung auf einem Bauernhof in Wertingen

(Wertingen 15.07.2016) Mit großem Erstaunen habe ich die Berichte und die Leserbriefe zu den Fotos des Bündnisses „Stoppt den Saustall“ über einen Wertinger Bauern gelesen. Was mir bei den sogenannten Tierschützern sofort auffällt, ist die Vermenschlichung von Tieren, in diesem Fall sogar von Nutztieren. Es darf doch die Frage erlaubt sein, wie es sein kann, dass ein so großer Aufschrei bei vermeintlicher Tierquälerei eintritt, wenn es aber um Altersarmut, Alterseinsamkeit oder Obdachlosigkeit bei Menschen geht, hier ein Schweigen im Walde herrscht. Nein, niemand kann Tierquälerei gut heißen und sicher ist der besagte Bauer auch kein Sadist, der Freude am Leid von Tieren hat. Aber es gibt einfach Situationen, die zum Beispiel die besagten Fußfesseln notwendig machen. Während der Geburtszeit geschieht dies im Übrigen zum Schutze des Tieres und des Kalbes. Wenn man die völlig verkehrte Landwirtschaftspolitik dieses Staates (zu Recht) kritisieren möchte, dann doch bitte nicht bei den Hauptleidtragenden, den Landwirten. Diesen bleibt nämlich nichts anderes übrig, als mit „Fabriken“ gegen den eigenen Untergang anzukämpfen. Wer was ändern möchte, soll nicht Bauern schikanieren, sondern gegen die Urheber dieser falschen Politik agieren. Diese sitzen in München und Berlin. Und genau diese Damen und Herren wollen vor allem eines: extrem billige Lebensmittel, damit dieser „Brot und Spiele“-Staat seine Bürger ruhig hält und dies auf Kosten der Bauern und eben der Tiere. Vielleicht sollten die Aktivisten des Bündnisses „Stoppt den Saustall“ zukünftig sich vor Billig-Supermärkten platzieren, denn dort liegt das Grundübel.