Dienstag, 2. Februar 2016

Kriegerdenkmal: Das Imperium schlägt zurück!

(Buttenwiesen 02.02.2016) Allein die Reaktionen der Wertinger Zeitung mit drei Artikeln zeigt, dass die Kampagne zum Erhalt des Kriegerdenkmals in Buttenwiesen - die von mehreren Seiten unabhängig organisiert ist - erste Erfolge zeigt. Auch dass nun plötzlich das alte Kriegerdenkmal an einen anderen Ort versetzt werden soll, ist wahrscheinlich dem Aktionismus der Kriegerdenkmalsbefürworter zu verdanken. Man ist sich wohl in der WZ und in anderen Machtzentren des Landkreises nicht so ganz sicher, ob ein nicht geringer Anteil der Bevölkerung am 06. März 2016 die Wahl zum Landrat nutzen könnte, um den örtlichen Vertretern des Systems Merkel einen Denkzettel zu verpassen. Da sich die Bürgerschaft von Buttenwiesen - trotz Dauerfeuer der Wertinger Zeitung mit teilweise gehässigen sowie frechen Kommentaren von Hertha Stauch - einfach nicht von einem charakterlosen Friedensmal überzeugen lässt, besteht sogar in der Heimat des Landrates die Gefahr des Protestes. Dies darf nicht sein. Was also machen? Nicht mal eine Woche nach einer erfolgreichen Republikaner-Veranstaltung in Buttenwiesen, sieht man den schönen Leo smart grinsend in Mitten der Kameraden des Kreisverbandes der Bayerischen Kameraden- und Soldatenvereinigung. Ein schöner großer Artikel in der Wertinger Zeitung soll die Kameraden beruhigen. Bei Leo Schrell ist man in guten Händen, nämlich in mindestens genau so guten Händen, wie bei Angela Merkel. So soll die Bevölkerung für dumm verkauft werden, nicht dass noch jemand auf die Idee kommt und dem Kandidaten seine Stimme gibt, der als Einziger sich öffentlich zum Erhalt des Kriegerdenkmals geäußert hat, nämlich Hermann Mack. Und nachdem es einigen bitter aufgestoßen ist, dass es Vorstandsmitglieder der BKV-Gruppe Buttenwiesen gewagt haben, ihre demokratischen Rechte auf freie Meinungsbildung auszuüben und als Gäste auf der Republikaner-Veranstaltung teilzunehmen, schießt der BKV-Kreisvorsitzende Anton Schön aus Wolpertstetten nach und distanziert sich mittels der Wertinger Zeitung von den bösen Rechtspopulisten. Mit denen möchte er nichts zu tun haben. Dass er selbst im Dezember noch vollmundig davon gesprochen hat, dass der alte Soldat (gemeint ist das Kriegerdenkmal in Buttenwiesen) aktueller denn je sei, interessiert wohl nicht mehr richtig. Plötzlich ist dies ein lokales Thema, in das er sich nicht einmischen möchte. Wichtig für Schön ist die Abgrenzung zu den Bürgern, die sich für den Erhalt des Denkmals persönlich einsetzen. Natürlich ist ein solches Verhalten erbärmlich und eines BKV-Kreisvorsitzenden nicht würdig. Herr Schön ist damit auch nicht besser, als diejenigen, die das Kriegerdenkmal platt machen wollen.
Zum Schluss noch eine Anmerkung zu einem Kommentar eines gewissen Berthold Veh („Voll am Thema vorbei“). Man ist als Bürger des Zusamtals ja schon einige journalistische Highlights aus der Wertinger Zeitung gewöhnt - nicht umsonst sinkt die Auflage dieses Blattes ins Bodenlose - doch die Ausführungen von Herrn Veh lassen eine geradezu komplette Realitätsverweigerung erahnen. Wenn nicht die Themen Asyl und Flutpolder auf die Tagesordnung eines Landratswahlkampfes gehören, welche denn dann? Diese beiden Themen beschäftigen die Bevölkerung zu 100 Prozent, weil beide Probleme jeden Bürger im Landkreis direkt betreffen. Geradezu irrwitzig der Vorschlag vom lieben Herrn Veh, dass doch bitte lieber das Thema Tourismus im Landkreis im Wahlkampf zu behandeln sei. Aus Sicht der Bürger ist das Thema Tourismus im Augenblick so wichtig, wie eine Ski-WM in der Sahara. Bei solchen Kommentaren stellt sich doch jeder normal denkende Mensch die Frage, wo solche Typen denn eigentlich leben.