Donnerstag, 29. Oktober 2015

Steinwurf Wertingen: StaZ-Interview mit Stadtrat Seefried

(Wertingen 29.10.2015) Im Zusammenhang mit dem vermeintlichen ausländerfeindlichen Steinwurf gegen das Asylbewerberheim im ehemaligen Hotel „Augsburger Hof“ in Wertingen stellte die „Wertinger Stadtzeitung“ Fragen an Kreis- und Stadtrat Peter Seefried. Die Antworten flossen wahrheitsgetreu in einen Artikel der Stadtzeitung ein. Zur Vervollständigung wollen wir das gesamte Gespräch wiedergeben:
Wie bewerten Sie den Angriff? Ich möchte zuerst einmal feststellen, dass die Polizei noch ermittelt, es also keine Tatverdächtigen gibt und auch kein Motiv. Es ist daher nicht richtig, diesen Steinwurf als ausländerfeindlich zu bezeichnen. Es sei mir des Weiteren doch gestattet, auf den zweifelhaften Umstand hinzuweisen, dass es niemanden groß interessiert hat, als im Winter letzten Jahres zwei Asylbewerberfamilien mit Messern aufeinander los gegangen sind. Diese schwere Straftat hat die Presse als Randnotiz dargestellt. Auch als 2008 ein deutscher Jugendlicher am helllichten Tag von einem Ausländer niedergestochen wurde, gab es in der örtlichen Presse keine große Reaktion. Ich halte diese Unterscheidung – deutscher Straftäter schlimm, fremder Straftäter nicht wirklich schlimm - für voreingenommen und falsch, geradezu rassistisch.
Wie beurteilen Sie allgemein die Aufnahme der Asylbewerber und Flüchtlinge vor Ort? Was ist zu tun, um Vorurteile vor Ort weiter abzubauen? Ich denke, dass uns bei dem derzeitigen Asylirrsinn weder positive noch negative Vorurteile nützen. Wir sollten uns die Fakten ansehen und die sind ziemlich eindeutig. Ein übergroßer Teil dieser Personen sind sogenannte Wirtschaftsflüchtlinge, missbrauchen also des Asylrecht. Hier ist rasch und konsequent abzuschieben! Dies ist die Rechtslage und nach dieser sollte man sich richten. Ich sehe mich als Stadt- und Kreisrat in der Pflicht, der deutschen Bevölkerung zu dienen. Darauf wird ja auch ein Eid geschworen. So habe ich mich für ein Armenhaus für bedürftige Einheimische stark gemacht. Dies wurde allerdings von allen anderen Parteien abgelehnt. Diese sehen wohl ihre Aufgabe eher darin, fremden Menschen zu dienen.