Samstag, 28. Februar 2015

Parallelgesellschaft in Wertingen – ein Zukunftsmodell?

(Wertingen 28.02.2015) In Wertingen wurde in der Nacht vom 24. auf den 25. Januar 2015 eine türkische Nationalflagge am Marienbrunnen gehisst. Die Täter konnten noch nicht ermittelt werden, wobei es sich hier aber auch um keine Straftat, sondern eher um eine Ordnungswidrigkeit handelt. Die Frage bleibt, wieso wurde eine fremde Flagge an einem Denkmal inmitten von Wertingen angebracht? Handelt es sich hierbei um eine Provokation oder doch nur um einen ,,Lausbubenstreich“? Am Sonntagvormittag trafen sich wie immer einige Wertinger Bürger zum sonntäglichen Gottesdienst in der Kirche. Einige waren bestimmt irritiert aufgrund der Tatsache, dass bei ihnen vor Ort vermutlich Jugendliche mit ausländischen Wurzeln auf ihre eigentliche Identität und auf ihr Ursprungsland aufmerksam machten. Einige haben sich sicher an die satirisch-kritische Überschrift der Zeitschrift „Neues Schwaben“ von vor mehr als 10 Jahren erinnert gefühlt. Damals lautete die Überschrift „Wertingen oder Würtügen“, in Anspielung zum damaligen Moschee-Streit in Wertingen. Was damals ein Witz war, ist wohl heute schon im vollen Gange. Viele Wertinger spielen jetzt auch sicher – wenn auch heimlich - mit dem Gedanken, dass Integration doch genau anders verlaufen sollte. So kann bei solch einer Aktion auch nicht mehr von einem ,,Lausbubenstreich“ gesprochen werden, sondern von einer reinen Provokation.
Es ist die eindeutige Symbolik, deren Aussage ist: ,,Dies ist oder wird unser Land“. 
Nach einigen Recherchen in sozialen Netzwerken wie Facebook entdeckte ein Bürger des Zusamtals, dass sich einige Jugendliche mit türkischen Wurzeln im Internet mit dieser Aktion identifizieren können. Sogar ein Bild dieses Vorfalls wurde auf Facebook mit der Unterschrift ,,Bize her yer türkiye < 3“ hochgeladen, was wohl so viel heißen soll wie ,,überall ist die Türkei“. 
Zusammenhang mit einem Hobbyturnier in Buttenwiesen?
Nachdem dort eine ,,türkische Mannschaft“ sich durch eine bevorstehende Niederlage nicht mehr zu benehmen wusste, eskalierte die Lage in der Buttenwiesener Riedblickhalle und die türkischen Kicker wurden disqualifiziert. Es steht im Raum, dass aus dem Umfeld dieser Fußballer die Täter stammen könnten und aus Trotz über den Ausschluss in Buttenwiesen diese Fahne von Samstag auf Sonntag in Wertingen hissten.
Leider sind dies die ersten Anzeichen einer Parallelgesellschaft in einer Kleinstadt wie Wertingen und das Resultat einer gescheiterten Integration.