Sonntag, 22. Juni 2014

Europawahl: REP in Bächingen stärkste Partei – Sitz knapp verfehlt

(Bächingen 22.06.2014) Trotz einiger bemerkenswerter kleiner Highlights, wie z.B. das Ergebnis des Spitzenkandidaten zur Europawahl in seinem Heimatort Bächingen mit 33 % , zeigte sich wieder einmal, dass in Bereichen, wo einige Leute durch persönlichen Einsatz in den letzten Wochen tätig waren, es ohne Problem zu einem Sitz gereicht hätte. Umso deutlicher fallen die enorm ausgedünnten Gebiete der gesamten Republik deutlich auf. Wir bedanken uns bei den ca. 20 Leuten über die Landesgeschäftsstelle zu Plakatierungen organisiert wurden und die fast im Schichtdienst - je nach Möglichkeiten von Urlaub und Freizeit - in verschiedenen Landesverbänden enormen Einsatz brachten. Zusätzlich wurden in anderen Bundesländern Firmen - wie die unseres Parteifreundes Müller – beauftragt, die ihre Verträge pünktlich und ordentlich erfüllten. Es war nicht möglich, nur annähernd an die flächendeckende Bestückung der AFD heranzukommen, die - wie in den Medien berichtet - über die Aufnahme eines 5 Millionen Kredites nicht nur plakativ die Bundesrepublik abdeckte, sondern am Wochenende in allen großen deutschen Zeitungen Anzeigen mit Kosten zwischen 10.000 und 20.000 €uro geschalten haben. Dabei soll auch nicht verhehlt werden, dass - wie ich selbst bei der Beobachtung verschiedener Wahlkampfauftritte sehen konnte - Anhänger und Mitglieder dieser Partei selbst enormen Einsatz brachten. Das alles erinnerte mich an meinen ersten Europawahlkampf, den ich in meinem Landkreis 1989 organsiert und geleitet habe und bei dem aus dem Stand die SPD auf die Plätze verweisen konnte.
DIE REPUBLIKANER waren nach der CSU 1989 im Landkreis Aichach-Friedberg die zweitstärkste Partei. Bayern brachte es damals auf 15 %, mein Landkreis auf knapp 22%.
Genau das was die AFD heute auch an Aktivitäten über Mitglieder und Sympathisanten einsetzen konnte, war damals in der enormen Aufbruchsstimmung bei uns. Auch die Anzahl der 7 Abgeordneten erinnert mich an unseren Einzug 1989. Ab diesem Zeitpunkt war nur noch der Einzug in Baden-Württemberg ein Highlight. Sehr auffällig ist, dass immer wieder Parteien schnell hochgepäppelt wurden (Bund freier Bürger, Schill Partei usw.), um die Bewegung der REPUBLIKANER in Grenzen zu halten. Aber auch die Medien setzen alles daran, eine Hetzjagd uns in dreißig Jahren das Licht auszublasen. Die Methode reichte bis hin zur persönlichen Stigmatisierung der Mitglieder in der Partei. Trotz all dieser Widrigkeiten ist der Plan, uns zu eliminieren, bisher nicht gelungen. Im Punkto Widerstand fallen mir immer wieder Asterix und Obelix mit ihrem Gallierdorf ein.
Auch ist der hohe Anteil an Beamten und Leuten aus dem öffentlichen Dienst bei der AFD interessant. Dabei ist ebenfalls eine Parallele zu ziehen (1989 war Bayern der Landesverband mit einem Anteil von nahezu 1.000 Beamten, vor allem aus Polizei und Justiz). Nachdem ich über Jahre miterleben musste, wie in diesem „demokratischen Staat“ Druck auf Mitglieder und Mandatsträger ausgeübt wurde, bis hin zum Herauskaufen der Mandatsträger, mit Beförderungen oder übelsten Drohungen unter vier Augen vom beauftragten Vorgesetzten, war dieser Aderlass nie aufzuhalten.
Johann Gärtner