Donnerstag, 12. Dezember 2013

Stadtratssitzung 25.11.2013: Brückengegner machen sich langsam lächerlich!

(Wertingen 12.12.2013) Hier nur die wichtigsten Punkte der letzten Stadtratssitzung: Der erste Punkt in dieser Sitzung betrachtete den Erweiterungsbau für eine Biogasanlage im Stadtteil Hohenreichen zur Versorgung von mindestens 75 Haushalten mit Wärme. Hierzu hatte sich schon eine Interessengemeinschaft gebildet, deren Ziel es ist, mit der schon bestehenden Biogasanlage eine sinnvolle Nutzung der Abwärme zu bewerkstelligen. Dies stellt eine wirklich konstruktive Alternative zur Heizkostendämmung und zur konventionellen Wärmegewinnung dar. Um für diese Haushalte ausreichend Wärme zur Verfügung stellen zu können, musste der Bau eines weiteren Biogasaggregats genehmigt werden. Erst dann konnte mit der voranschreitenden Planung des dafür vorgesehenen Netzleitungsausbaus begonnen werden. Der Stadtrat stimmte diesem Anliegen zu. Es widerspricht auch jeglicher Vernunft, die Abwärme einer Biogasanlage einfach aber treffend, in Rauch aufgehen zu lassen. Aus Sicht der BIW ist zu überlegen, warum die Stadt nicht noch weiter geht und dieser Interessensgemeinschaft auch finanziell – wenn notwendig - zur Seite steht. Ob dies nun durch vergünstigte Darlehen geschehen könnte oder auch andere Fördermöglichkeiten in Betracht kommen, müsste von der Stadt überprüft werden. Dies wäre ein Zeichen für jeden Bürger von Wertingen, sich aktiv über sinnvolle Energiegewinnung Gedanken zu machen. Ein weiterer Punkt war das Ansinnen der Gemeinde Nordendorf, einem Flächennutzungsplan zum Bau von Windrädern in der Nähe von Hirschbach zuzustimmen. Es wurde angeregt darüber diskutiert und schließlich dem Anliegen der Gemeinde Nordendorf nicht zugestimmt, wobei man berücksichtigen muss, dass dieser Beschluss für Nordendorf nicht im Ansatz bindend ist. Zum Nachdenken wäre jedoch, dass einst Stadträte bei selbiger Abstimmung für Wertingen betreffend, diesem Antrag zugestimmt hatten und das bei einer geringeren Entfernung zu bewohntem Gebieten. Abermals muss gesagt werden, dass es besser wäre, vor dieser Zustimmung sich mit den betroffenen Bürgern an einen Tisch zu setzen. Nun will man anderen verwehren, was man einst selber beschlossen hatte. Eine doppelzüngige Moralvorstellung könnte man so etwas nennen.
Stadtrat Seefried hatte damals schon Bedenken geäußert und seine Zustimmung verwehrt. Dafür wurde er belächelt und man ließ ihn im "Abseits" stehen. Jetzt aber wird dafür plädiert, dem selben Antrag abzulehnen. Wie man zu Windrädern auch stehen mag, dem Anliegen, aber auch den Ängsten und Befürchtungen von Betroffenen sollte mehr Gewicht zugesprochen werden. Es scheint, als könne man hier kaum einen Einklang zwischen Mensch und Windenergie finden. Gibt es nicht genügend Flächen, fern von menschlichen Siedlungen, die für so etwas genutzt werden könnten? Man sollte kontrolliert und durchdacht für umweltschonende Energiequellen handeln, allein schon wegen unseren Nachkommen.
Ferner hatte es die SPD-Fraktion (Linke und SPD) scheinbar nicht satt, erneut ihr bereits "ausgelutschtes" Dauerthema Kreisverkehr an der Laugna-Kreuzung frisch aufzukochen. Schließlich sind bald Kommunalwahlen. Als wenn nicht schon alles darüber gesagt wurde! Aber scheinbar haben diese Damen und Herren keine anderen Interessengebiete mehr in Wertingen. Also brachten die Roten es erneut auf den Tisch. Den Anwesenden konnte man anmerken, dass das Interesse erneut darauf herum zu kauen, verschwindend gering war.
Bei der kommenden Kommunalwahl bleibt es dem Wähler überlassen, ob er den ewig gestrigen seine Stimme gibt.