Mittwoch, 13. November 2013

Amigos von Wertingen unterstützen Filzarbeiten oder besser „Schwarz“-Arbeiten!?

(Wertingen 13.11.2013) In den letzten Monaten konnten wir viel über das qualitativ hochwertige Sozialverhalten unserer gewählten Volksvertreter erfahren. Da war von Beschäftigung von Familienmitgliedern und deren üppige Bezahlung aus der Staatskasse die Rede, aber auch von der Anstellung minderjähriger Kinder und deren Entlohnung für diverse Computerarbeiten. Alles natürlich nur moralisch verwerflich, jedoch im Rahmen gültiger Gesetze, die von den Parteien verabschiedet wurden, deren Mandatsträger nun davon finanziell profitieren. Gut, man hat diese Presonen dabei "erwischt" und so mancher will Gelder zurückzahlen. Reicht das? Ein Stadtrat aus Wertingen, seines Zeichens Richter am Amtsgericht Dillingen findet: "Wir möchten den Weg mit ihm (Georg Winter, die Redaktion) weitergehen, uns gemeinsam einsetzen für unsere Heimat, mit aller Kraft und Leidenschaft, mit seinen Kenntnissen und Fähigkeiten, aber auch mit seiner menschlichen, verlässlichen und bodenständigen Art.“ Da stellt sich doch neben der "verlässlich bodenständigen Art" gleichzeitig die Frage nach der momentanen Moralvorstellung unseres Stadtrats Popp. Ein Richter, der solche Machenschaften entschuldigt, ja sogar schönredet, sollte sich im Klaren sein, welchen "Wink mit einem Zaunpfahl" und welche Zeichen er so manchem rechtschaffenen Bürger damit setzt. Angemerkt sei, dass sich glücklich schätzen kann, wer bei seiner nächsten Gerichtsverhandlung eben diesen Richter als Vorsitzenden hat, da er auf dessen Nachsichtigkeit bauen kann! Bei jedem "einfachen" Bürger würde das Finanzamt mit Unterstützung der Gerichte kein Auge zudrücken. Aber hierbei handelt es sich um etwas anderes. Hier handelt es sich um wohlverdiente Politiker, deren zumindest moralische Verfehlungen durch einen Richter bagatellisiert und verharmlost werden. Politiker sind gewählte Volksvertreter, die eine Vorbildfunktion darstellen sollen und deren Handlungsweise den gültigen Wertvorstellungen entsprechen sollten! Was für Werte sind in unserer Gesellschaft wichtig, welche Werte zählen? Sind wir eine Gesellschaft der Egomanen und der selbstgerechten Selbstdarsteller? Traurig ist nur die Reaktion einiger Mitmenschen, die solche Handlungsweise entschuldigen, ja sogar rechtfertigen und wohl als Politiker auch so gehandelt hätten.
Letztendlich gilt bei der nächsten Kommunalwahl wieder: Amigos wählen Amigos - und die CSU bekommt auch Ihre Stimmen wieder (oder eben vielleicht doch nicht).