Donnerstag, 6. Juni 2013

Der Tod eines Unbequemen – 10 Jahre Mord?

(Wertingen 06.06.2013) Gestern vor 10 Jahren verbreitete sich die Meldung über den Tod des in Augsburg geborenen Oppositionspolitikers Jürgen W. Möllemann wie ein Lauffeuer. Ohne die näheren Umstände zu kennen, verbreiteten sämtliche Medien sofort, dass Möllemann Selbstmord begangen habe. Kritischen Bürgern kam diese vorschnelle These von Anfang an sehr zweifelhaft vor. So gab es doch genügend Feinde Möllemanns, denen der Tod des 57-Jährigen sehr gelegen kam. Schließlich verstieß Möllemann mit seiner Kritik am Staat Israel und am Zentralrat der Juden in Deutschland gegen die bei allen Altparteien herrschende Vorschrift, dass unter gar keinen Umständen an Juden oder jüdischen Organisationen auch nur der Hauch einer Kritik laut werden dürfe. Enge politische Weggefährten, wie der FDP-Fraktionschef von Schleswig-Holstein Kubicki oder der ehemalige Bundesaußenminister Genscher, schlossen einen Selbstmord kategorisch aus. Auch die Ehefrau Carola Möllemann glaubt nicht an einen Selbstmord, sondern ist von der Ermordung ihres Gatten überzeugt. So sei sie mehrfach von einem anonymen Anrufer gewarnt worden, dass bei den Fallschirmsprüngen ihres Mannes etwas passieren könne. Die Argumente für einen Selbstmord überzeugen nicht. Denn was ist das für ein Selbstmörder, der erst seinen Fallschirm bei 1.600 Metern öffnet und dann bei 900 Metern wieder ausklinkt? Möllemann war ein viel zu rational denkender Mensch, als dass er sich von irgendwelchen spontanen Gefühlsaufwallungen hätte steuern lassen. Die als Selbstmordgrund herhaltenden juristischen Vorgänge können wohl kaum ein Auslöser gewesen sein. Denn schließlich standen die Ermittlungen kurz vor der Einstellung, da sich die Anwälte von Möllemann schon mit der Staatsanwaltschaft auf eine Geldbuße geeinigt hatten.
Während die heutige FDP auf Bundesebene von einem adoptierten Vietnamesen und einem schwulen Außenminister repräsentiert wird, war Möllemann ein Politprofi, den man heutzutage vergebens sucht. Vor Ort ist die Lage der Liberalen – und dies ist wirklich kaum zu glauben – noch schauriger. Die Wertinger FDP fällt eigentlich nur durch den kompletten Mangel an politischen Fähigkeiten auf. Stadtrat Hempel hat sogar keine Probleme damit, in einer Fraktion mit einem Linksradikalen von den LINKEN zu sitzen. Als Landtagsabgeordneter ist Georg Barfuß, im Volksmund auch Türken-Georg genannt, gar nicht existent. Man nahm lediglich belustigt von ihm Notiz, als er 2008 die Einführung der Scharia in Deutschland für möglich gehalten hatte.