Dienstag, 5. Februar 2013

Laugna-Kreuzung: Warum ich gegen den Kompromiss gestimmt habe

(Wertingen 05.02.2013) Viele Bürger werden sich sicher fragen, warum ich mich kurz entschlossen gegen den Kompromiss-Vorschlag zur Brücke an der Laugna-Kreuzung im Stadtrat ausgesprochen habe. Schließlich hat man ja nichts verloren, wenn sich die Verkehrssituation doch so entwickelt, wie dies die großen Gelehrten vorher gesagt haben. Dies stimmt sicher alles. Mit meiner Gegenstimme wollte ich aber nicht den Kompromiss verhindern, sondern lediglich zum Nachdenken anregen. Erstens halte ich die gesamte Angelegenheit zur Laugna-Kreuzung für eine einzige Farce. Erst lässt man die Bürger abstimmen und dann kommt die CSU vor der wichtigen Landtagswahl auf die Idee, sich in Wertingen nicht die Wähler vergraulen zu wollen. Die gesamten eigenen Argumente zählen nicht mehr, nur noch die nächste Wahl. Die CSU ist im Kleinen, wie im Großen (Euro-Zustimmung, Sudentenland-Problematik, EU-Krise) ein politischer Windbeutel. Es ist ein derartig durchschaubares Spiel, was Herr Popp hier treibt, dass man diesem Treiben nicht blindlings zustimmen kann. Ein zweiter Grund für die Ablehnung war der Umstand, dass sich doch wohl niemand der Illusion hingeben sollte, dass, wenn die Brücke doch irgendwann notwendig werden würde, wir dieses Geld dann auch wirklich bekommen. Es ist doch nach heutigem Stand der Dinge nicht mal unwahrscheinlich, dass es diesen Staat in dieser Form dann gar nicht mehr geben wird.
Wenn es dann vielleicht einen UdSSR-ähnlichen Staat der EU geben wird, dann werden die Herren Politkommissare in Brüssel über das kleine Wertingen lachen und ganz sicher nicht die Kassen öffnen. Mit dem sogenannten Kompromiss ist die Brücke zu 100% gestorben, egal ob diese nun in Zukunft gebraucht wird oder nicht.