Freitag, 25. Mai 2012

Nein zu den Windrädern in Hirschbach, ja zur Geburtenstation!

(Wertingen 25.05.2012) Auf der letzten stattgefundenen Vorstandssitzung der „Bürgerinitiative für Wertingen und Stadtteile“ befanden sich zahlreiche wichtige Punkte auf der Agenda. Als Gast konnte Kreisrat Hermann Mack aus Bächingen begrüßt werden.
Als erstes  wurde über die geplanten Windräder in der Nähe von Hirschbach diskutiert. In einer gut vorbereiteten Ausarbeitung wurden durch den 2. Vorstand Sven Rosenberg die elementaren Risiken der Windräder dargelegt. So bestehen zahlreiche gesundheitliche Risiken, die von Schlafstörungen, Kopfschmerzen, Tinitus, Schwindelgefühle bis zu Angstzuständen und erhöhten Blutdruck reichen können. Interessant sei, dass in NRW der Mindestabstand von Windrädern zu Wohngebieten mindestens 1.500 Metern betragen müsse. Von unabhängigen Experten werde sogar ein Abstand von wenigstens 2.000 Metern gefordert, um so die größten gesundheitlichen Schäden zu minimieren. Sven Rosenberg wörtlich: „Es ist mir nicht verständlich, dass in Wertingen der Mindestabstand zu Wohngebieten nur 800 Meter betragen soll, während zumindest der doppelte, wenn nicht sogar der dreifache Abstand von Experten angeraten wird. Auch die Tatsache, dass - laut Windatlas - Wertingen nicht für eine wirtschaftliche Nutzung der Windenergie in Frage kommt, zeigt doch, dass es den grünen Fanatikern nur um die Durchsetzung ihres Willens geht.“ Stadtrat Peter Seefried kritisierte auch den Bund Naturschutz und die örtlichen grünen Gruppierungen. „Wenn eine Brücke gebaut wird, heißt es von diesen Herren, das Klima würde sich ändern und Tiere würden bedroht und sterben. Wenn ein 150 Meter großes Windrad-Monster die Gegend verschandelt, ist dies kein Problem, auch wenn durch die Rotorblätter jährlich knapp 100 Fledermäuse und Vögel getötet werden. Doch dieses widersprüchliche Verhalten ist Programm.
So bezeichnen sich meine lieben grünen Freunde gern als Demokraten, aber wenn ihnen ein Abstimmungsergebnis der Bürger nicht passt – wie im Fall der Brücke an der Laugna-Kreuzung - dann geht man vor Gericht und versucht so den demokratischen Wählerwillen zu umgehen.“ Einig waren sich alle Anwesenden, dass die Klage des Bund Naturschutzes zur Brücke an der Laugna-Kreuzung zu tiefst zu verurteilen sei und einen absoluten Mangel an Demokratieverständnis aufzeige. BIW-Geschäftsführer Hubert Mayer: „An diesem Verhalten kann man erahnen, welche Politik die Grünen wirklich wollen. Die Vorgehensweise wundert mich auch nicht, denn man darf nicht vergessen, dass viele grüne Spitzenfunktionäre aus kommunistischen Kadergruppen stammen. Eine Distanzierung hat es in den wenigsten Fällen gegeben.“
Der zweite heiß diskutierte Tagespunkt war die mögliche Schließung der Geburtenstation in Wertingen. Der BIW-Vorstand sieht den klaren politischen Willen der etablierten Parteien die Geburtenstation zu schließen. „Nachdem vor Jahren – dank des engagierten Bürgerwillens – die Schließung verhindert werden konnte, versuchen die Altparteien im Landkreis es auf eine andere Tour. Jetzt sagt man einfach, es sein kein geeignetes Personal mehr vorhanden. Entweder haben wir eine unfähige Geschäftsführung, welche die Gefahr des Personalmangels nicht erkannt hat oder es wurde ganz bewusst das „Aussterben“ der Fachkräfte in Kauf genommen, damit man für die unbedarfte Öffentlichkeit ein schönes Argument zur Schließung hat. Ich finde diese Vorgehensweise umso ärgerlicher, da die Stadt Wertingen ja 75% des Defizits der Geburtenstation übernommen hat. Für mich ist die Schließung der Geburtenstation eine politisch gewollte Aktion und weder Landrat Leo Schrell, noch die Geschäftsführung der Krankenhäuser kann sich hier frei von Schuld machen,“ so Stadtrat Peter Seefried. Ergänzend fügte Sven Rosenberg hinzu, dass es von Grünen-Stadtrat Klingler an Dreistigkeit kaum zu überbieten sei, wenn er sich in der letzten Stadtratssitzung für den Erhalt der Geburtenstation ausspricht, während seine Partei-Kollegin Merkl-Zierer schon 2007 im Kreistag öffentlich die Schließung gefordert hatte.
Als letzter Tagesordnungspunkt wurde die unglaubliche Hetzkampagne des vereinigten Gutmenschentums im Zusamtal in den letzten 2 Monaten thematisiert. Als unglaublich bezeichnete BIW-Geschäftsführer Mayer die Medienkampagne, die aufgrund eines Nachbarschaftsstreites in Unterthürheim ausgelöst wurde. „Als vor knapp vier Jahren am helllichten Tage in der Innenstadt von Wertingen ein Ausländer einen deutschen Jugendlichen auf offener Straße mit einem Messer niederstach, hat man von einem Buttenwiesener Zahnarzt keine erbosten Leserbriefe gelesen. Auch sah man über diese verachtenswerte Tat keinen Fernseh-Beitrag im Bayerischen Fernsehen. Es ist geradezu widerlich, wie diese linke Polit-Schickeria versucht einen Jugendlichen aus Unterthürheim - der ganz offensichtlich einen Fehler gemacht hat - in die Nähe von Pogromen zu stellen, während die selben Herren vor vier Jahren zu dieser schrecklichen Bluttat an einem deutschen Jugendlichen geschwiegen haben.“ Peter Seefried sah in diesem Zusammenhang in den beleidigenden Äußerungen zu seiner Person nichts anderes, als eine politische Gleichschaltung im Sinne einer grün-dunkelroten Denkweise durchzusetzen. Man werde jenen Demokratiefeinden klar entgegentreten, die glauben, dass nur ihre linke Meinung das Recht auf Äußerung hat. Eine neue DDR dürfe es auf deutschem Boden nicht mehr geben, waren sich alle Anwesenden einig.