Dienstag, 3. April 2012

WZ-SCHANDE (2): das nicht veröffentliche Seefried-Interview

(Wertingen 03.04.2012) Am 04. Oktober 2011 rief der WZ-Redakteur Erich Wandschneider bei Stadtrat Seefried an und drängte ihn zu einem Interview, in dem sich der BIW-Stadtrat zu einigen WZ-Vorwürfen äußern sollte (links: Original-Fragebogen von Herrn Wandschneider). Peter Seefried antwortete schriftlich am nächsten Tag. Bis zum heutigen Tag ist dieses Interview nicht erschienen. Warum? Hat Peter Seefried vielleicht nicht die passenden Antworten gegeben. Anbei finden Sie das nicht veröffentlichte Interview mit Peter Seefried:
Politischer Werdegang: Ich war bis 2001 NPD-Mitglied, was ja auch bekannt sein sollte. Die WZ hat ja vor 10 Jahren darüber ausführlich berichtet. Ich bin dann ausgetreten, weil ich mein kommunalpolitisches Engagement bei der BIW nicht mit meiner NPD-Mitgliedschaft vermischen wollte. In 2008 bin ich als Kreisrat für Republikaner gewählt worden. Ich möchte betonen, dass ich in keiner Partei Mitglied bin und es im Augenblick auch nicht vorhabe, irgendwo beizutreten.
Vortrag in Vöhringen: Zu meinem Auftritt in Vöhringen ist zu sagen, dass ich von einem Vöhringer Bürger - der auch Parteimitglied ist - angesprochen würde, ob ich zur dortigen Moschee-Problematik einen Vortrag halten möchte, da wir in Wertingen vor 10 Jahren ja den selben Sachverhalt gehabt haben. Ich habe einem Sachvortrag zugestimmt. Daraufhin wurden mehrere tausend Einladungen in Vöhringen und Umgebung verteilt, in der ich auch als Redner angekündigt wurde. Nach der Veranstaltung wurde auch in der örtlichen Lokalausgabe der Augsburger Allgemeinen über meinen Auftritt berichtet. Also kann man wirklich nicht davon sprechen, dass es sich hier um eine Geheimaktion gehandelt haben soll.Übringens würde ich auch bei den Grünen oder bei der Linken als Redner auftreten, sofern diese den Mut haben sollten, mich einzuladen.
Ziele im Stadtrat: Für mich ist eine transparente bürgernahe Politik wichtig, das heißt, dass ich es nicht gut finde, dass immer mehr Sachverhalte in den nicht-öffentlichen Teil der Stadtratssitzung verschwinden. Konkret bin ich für den Erhalt des Krankenhauses in Wertingen und den Ausbau der Infrastruktur in unserer Region, um zu verhindern, dass die Menschen abwandern, wie es in vielen Gegenden in den neuen Bundesländern der Fall ist.
So habe ich auch vorgeschlagen, dass sich der Landkreis um eine Fachhochschule bemühen soll, damit Kaufkraft gebunden wird und die geistige Elite des Landkreises nicht abwandern muss. Dieser Antrag wurde im Kreistag abgelehnt. Die WZ hat darüber natürlich nicht berichtet.
Blockade-Politik bzw. neue linke Opposition im Stadtrat: Weder ich, noch die BIW sehen sich als Blockierer. Wir haben eben eine Meinungen zu bestimmten politischen Themen und die vertreten wir auch und es ist uns reichlich egal, ob ich diese Meinung allein vertrete oder als Mehrheit. Zum Thema Blockade noch ein Beispiel: Als ich 2005 einen Antrag gestellt habe, dass die Bürgerfragestunde bei den Stadtratssitzungen wieder eingeführt werden soll, wurde dies von allen anderen Stadträten abgelehnt. Als jetzt die SPD den gleichen Antrag gestellt hat, wurde dieser plötzlich angenommen. Wer blockiert jetzt bitte aus Prinzip? Für mich ist die von der WZ erfundene linke Opposition überhaupt keine richtige Opposition. Bei den Gebührenerhöhungen hat doch der sich selbst als "original soziale" nennende Stadtrat Zenetti immer mitgestimmt. Desweiteren ist die linke Opposition ja schön in den Ausschüssen eingebettet. Der einzige, der wirklich außenvor ist, das bin ich. Wobei ich dies nicht schlimm finde, denn das zeigt, dass ich nicht zum Kartell der Altparteien gehöre.
Frage nach weiteren Flugblätter-Aktionen: Die Arbeit mit Flugblättern hat sich seit 10 Jahren bewährt und ich sehe keinen Grund, warum darauf verzichtet werden sollte. Schließlich sind die Flugblätter als Reaktion darauf zu sehen, dass die WZ uns nicht annähernd Chancengleichheit zu den anderen Parteien gibt. So durfte der politische Gegner uns als "braune Dreckschleudern" beleidigen und die  Kommentare von Frau Stauch haben nun wirklich nichts mit Qualitätsarbeit zu tun. Ich werde schlicht beleidigt und dies hat nichts mit einer unabhängigen Berichterstattung zu tun.