Sonntag, 19. September 2010

BIW für zusätzlichen Lärmschutz an der Laugna-Kreuzung

(Wertingen 19.09.2010) Bei der Vorstandssitzung der „Bürgerinitiative für Wertingen und Stadtteile“ wurde das Thema Brückenbau an der Laugna-Kreuzung noch mal diskutiert. Einig waren sich alle anwesenden Mitglieder in der Unterstützung von Stadt- und Kreisrat Peter Seefried, der sich für den Bau ausgesprochen hatte. Seefried gab allerdings zu bedenken, dass beim Thema Lärmschutz noch mal nachgebessert werden müsse. So ist Peter Seefried der Meinung, dass die 250.000 € Einsparungen des Brückenbaus zum reinen Kreisverkehr zumindest teilweise in einen zusätzlichen Lärmschutz investiert werden sollten. So sei auch das letzte Argument der Brückengegner aufgehoben. Erstaunt zeigte sich der BIW-Stadtrat von der plötzlichen Sparfreudigkeit seiner Ratskollegen Klingler und Zenetti. So haben diese über die gesamte Periode hinweg alle Erhöhungen der Stadt für die Bürger mitgetragen. Lediglich Seefried selber habe konsequent gegen die weitere Bürgerbelastung gestimmt. Was ihm dann wieder Kritik von Zenetti und Klingler eingebracht habe.
BIW-Geschäftsführer Mayer warf ein, dass auch die überproportionale Förderung der Musikschule oder auch die Darlehenshaftung der Stadt für den islamischen Verein keine Kritikpunkte für die beiden linken Stadträte waren. „Man hat fast den Eindruck, dass diese „Linksfront“ immer dann sparen möchte, wenn etwas für die breite Masse der Bevölkerung getan wird. Ich halte das pseudo-sparende Verhalten der Herren Klingler und Zenetti für nicht glaubwürdig. Wenn es um weitere Bürgerbelastungen ging, haben beide immer für die Erhöhungen gestimmt,“ so Peter Seefried. Sven Rosenberg äußerte seine Bedenken darüber, dass – sollte ein Bürgerbegehren die Brücke ablehnen – die Stadt Wertingen dann ohne Alternative da stehe. Rosenberg wörtlich: „Dann haben wir gar nichts und in ein paar Jahren darf die Stadt dann aus eigener Tasche eine Verkehrsverbesserung bezahlen. Dann wird das große Heulen anfangen und keiner will es gewesen sein.“ Hubert Mayer sieht einen Bürgerentscheid im Prinzip nicht negativ, entspricht dies doch der basisdemokratischen Gesinnung der BIW. „Es ist schon auffällig, dass man – richtigerweise – über eine Brücke entscheiden darf, was allerdings nur einen regionalen Bezug hat. Wenn es aber um weitreichende Entscheidungen geht, wie z.B. bei der Abschaffung der DM oder um die milliardenschwere Hilfe für Griechenland, darf der Bürger nichts entscheiden. Hier habe er auch noch nie etwas aus dem ominösen Umfeld der Brückengegner gehört. „Da schweigen die Herren und bei solchen Themen geht es um höhere Milliardenbeträge und nicht um ein paar Millionen Euro“, gab Mayer von sich. Abschließend ergriff Sven Rosenberg wieder das Wort. Er kritisierte nochmals das Steuerverschwendungs-Argument der Brücken-Gegner. Es könne doch nicht sein, dass die braven Wertinger Bürger Jahr für Jahr artig ihre Steuern zahlen und wenn einmal etwas für den strukturschwachen Landkreis Dillingen aus München kommt, dann wird dies aus den eigenen Reihen sabotiert. Rosenberg weiter: „Wer glaubt, mit seiner ablehnenden Haltung etwas Gutes für unsere Region zu tun, der irrt gewaltig. Tatsache ist, wenn diese Brücke nicht gebaut wird, wird das Geld anderswo investiert, schlimmstenfalls im Ausland. Der Landkreis hat einen weiteren Standort-Nachteil. Dies schafft weder neue Arbeitsplätze, noch sichert dies die Zukunft unserer Kinder.“