Donnerstag, 26. August 2010

BIW-Kommentar Laugna-Brücke (1)

(Wertingen 26.08.2010) Als Schwabe freut man sich durchaus, wenn die eigene Landsmannschaft nach Sparsamkeit ruft. Doch beim geplanten Brückenbau in Wertingen verstehe ich die ganze Aufregung nicht so ganz. Hier wird davon gesprochen, dass der geplante Brückenbau - der von den offiziellen Experten als sinnvoll eingestuft wird – mit 8 Mio. Euro eine Verschwendung an deutschen Steuergeldern sei. Da frag ich mich doch, wo diese Finanzexperten sind, wenn die BRD mit jährlich (!) 9 Milliarden der größte Nettozahler in der EU ist und dies seit Jahrzehnten.
Man könnte mit diesem Geld weit über 1.000 „Wertinger Brücken“ in ganz Deutschland bauen und dies Jahr für Jahr! Anscheinend ist es aus Sicht der Gegner der Brücke an der Laugna-Straße wohl sinnvoller, wenn mit deutschen Steuergeldern Brücken in Griechenland, Polen oder weiß Gott wo gebaut werden. Man könnte die Liste der wirklichen Steuerverschwendungen in diesem Land um die Griechenland-Hilfe oder das Verschenken von neuen U-Booten an kriegsführende Nationen noch beliebig erweitern. Nein, die sparsamen Wertinger müssen sich für die Brücke nicht schämen. Dieser Bau verbessert nicht nur die Infrastruktur in der Region, sondern ein Großteil der genannten 8 Mio. fließt wieder zurück in die deutsche Volkwirtschaft. Die Binnennachfrage wird gesteigert, über Steuern fließt ein Teil des Geldes wieder dem Staat zu und es werden vor allem Arbeitsplätze in Deutschland gesichert. Nicht zu vergessen, die Stadt Wertingen spart sich selbst wohl an die 250.000€ zum Kreisverkehr. Nein, dieses Projekt ist wirklich nicht unsinnig. Wenn man sparen möchte, dann doch bitte ganz wo anders und dort gibt es auch wesentlich mehr zu holen!

Hubert Mayer