Sonntag, 6. Juni 2010

Zuna sieht Infrastruktur des Landkreises in Gefahr

(Wertingen 29.10.2008) Auf der am Sonntag stattgefundenen Vorstandsitzung der „Bürgerinitiative für Wertingen und Stadtteile e.V.“ wurde der Kreistagsantrag des Wertinger Stadt- und Kreisrates Peter Seefried besprochen. In diesem geht es um die Aufhebung eines Kreistagsbeschlusses, der vorsieht, dass Defizite aus den beiden Krankenhäusern ab 2010 nicht mehr vom Landkreis beglichen werden. „Mittelfristig bedeutet dies, dass ein Krankenhaus entweder geschlossen werden muss oder privatisiert wird.
In beiden Fällen ist die Grundversorgung für die Bevölkerung nicht mehr gegeben“, so Peter Seefried. Der BIW-Geschäftsführer Hubert Mayer wies darauf hin, dass zu Wahlkampfzwecken plötzlich alle Parteien für den Erhalt der Krankenhäuser gewesen seien. Der Landtagsabgeordnete Winter habe publikumswirksam eine Demo zum Erhalt der Entbindungsstation in Wertingen angeführt, wohl wissend, dass der Kreistagsbeschluss zur Nichtübernahme der Defizite den Tod eines der beiden Krankenhäuser bedeute. Peter Seefried gab mit einem Lächeln zu, dass sein Antrag so etwas wie eine Aktion „Hosen runter“ bei seinen Kollegen sei. Er ist sehr gespannt, wie sich seine Wertinger Kreistagskollegen verhalten werden und auch die ganzen anderen „Persönlichkeiten“, die sich so gerne volksnah geben. Bernd Zuna (2. Vorstand) gab zu bedenken, dass der Landkreis Dillingen schon jetzt bei Ratings zur Zukunftsträchtigkeit von Landkreisen immer unterdurchschnittlich abschneide. Die Zukunftsaussichten für Dillingen seien laut dieser Studien schlecht gewesen. Abschließend waren sich alle Vorstandmitglieder einig, dass nur der Erhalt beider Krankenhäuser die notwendige Infrastruktur für den Landkreis gewährleiste. „Wir wollen nicht „Deutschlands letzte Gegend“ sein“, so Peter Seefried.