Sonntag, 6. Juni 2010

Seefried wird Bürgermeister-Kandidat

(Wertingen  12.12.2007) Die Nominierungsversammlung zur Kommunalwahl 2008 der „Bürgerinitiative für Wertingen und Stadtteile“ (BIW) fand am vergangenen Sonntag im Gasthaus „Augsburg Hof“ statt.
Nach kurzer Begrüßung durch den Vorsitzenden, Stadtrat Peter Seefried, sprachen sich die Mitglieder der BIW für Peter Holfeld als Tagungsleiter aus.Erster Punkt auf der Agenda war der Antrag des Vorstandes bei der Stadtratswahl in Wertingen als offene Liste zu kandidieren, d.h. die Liste auch für nicht BIW-Mitglieder zu öffnen. Nachdem dieser Antrag einstimmig verabschiedet wurde, kam es zur Wahl der Stadtratsliste.
Zum Spitzenkandidaten wurde Stadtrat Peter Seefried gewählt, nach ihm folgen der 2. Vorstand Bernd Zuna, Swen Schwarz, Dirk Hofmann und Petra Strnad. Die Liste umfasst insgesamt 20 Kandidaten, sowie einen Ersatzkandidaten. Die BIW-Kandidaten setzen sich aus Arbeitern, mittelständischen Unternehmern sowie Beamten zusammen. Aber auch vier Frauen sind dabei. Die Wahl eines Polizeibeamten dürfte den ehemaligen Leiter der Wertinger Polizeidienststelle und Ex-Bürgermeister von Binswangen Heinz Petz, der als Gast zu gegen war, gefreut haben. Nach der Listenaufstellung kam es zur Wahl des Bürgermeisterkandidaten der BIW. Alle Mitglieder waren sich einig, dass der Verzicht eines eigenen Kandidaten nicht in Frage käme. Wenn CSU, SPD und die Grünen die Wahl zu einer reinen Abstimmung verkommen lassen wollen, so sei dies deren Problem. Wobei man sich von Seiten der BIW-Mitgliedschaft die Frage stellt, warum diese Parteien, insbesondere die Volksparteien CSU und SPD, dann überhaupt zur Stadtratswahl antreten. Einstimmig und unter großem Beifall wurde Stadtrat Seefried zum Gegenkandidaten von Amtsinhaber Willy Lehmeier gekürt. „Die Amtsführung des Herrn Lehmeier ist fürwahr nicht so perfekt, als dass man dies nicht besser machen könnte. Diese Einheitspartei von CSU bis zu den Grünen zeigt doch, dass nur die BIW die einzige Alternative in Wertingen ist. Ich bin es auch leid, dass sich der Umgang im Wertinger Rathaus so entwickeln, als wäre der sog. Ehrenbürger Riesebeck noch am Ruder. Es wird wieder alles abgenickt. Zur Demokratie gehören eben auch Diskussionen und unterschiedliche Ansichten“, so Peter Seefried. Die Schwerpunkte zur Wahl werden unter anderem eine bürgernahe Politik sein, aber auch eine sinnvolle sowie nachvollziehbare Finanz- und Verkehrspolitik. Desweiteren steht das Thema Islam nach wie vor im Blickpunkt. „Gerade mal 50 km von Wertingen entfernt hat sich die Region Ulm/Neu-Ulm zu einem Zentrum des Islamismus in Europa entwickelt. Die islamistischen Spuren führen auch in den Landkreis Dillingen. Wir werden es nicht zulassen, dass der extremitische Einfluss auf unsere Region noch größer wird“, so der 2. Vorstand Bernd Zuna. Als Hauptthema des Wahlkampfes wird aber der Erhalt des Wertinger Krankenhauses angesehen. Hier will die BIW alle Hebel in Bewegung setzen, um das Kreiskrankenhaus zu erhalten. Um dies auch im Kreistag zu bewerkstelligen, verkündete Peter Seefried den Mitgliedern offiziell, dass zehn Mitglieder der BIW auf der Kreistagsliste der Republikaner kandidieren werden, wobei er den vierten Listenplatz einnehmen wird. „Wir haben uns die Entscheidung sicher nicht leicht gemacht. Aber nach mehrmaligen Gesprächen mit dem Bezirksvorsitzenden Hubert Wünsch, der mit dem ehemaligen BR-Mitarbeiter Franz Schönhuber und zwei CSU-Bundestagsabgeordneten die REP vor knapp 25 Jahren gegründet hat, haben wir diesen Schritt gewagt. Es hätte auch keinen Sinn gemacht, sich ohne Kreistagsliste für das Amt des Bürgermeisters zu bewerben“, so Peter Seefried.
Swen Schwarz verwies auch darauf, dass die Republikaner in immer mehr Verfassungsschutzberichten gestrichen worden seien. „Nicht dass uns diese Gesinnungsschnüffler interessiert hätten, aber allein durch die Streichung nimmt man dem politischen Gegner die Möglichkeit gegen uns polemisch zu agieren“, bemerkte Swen Schwarz abschließend.