Sonntag, 6. Juni 2010

BIW steht hinter Entbindungsstation

(Wertingen 22.11.2007) Die Kommunalwahl im März nächsten Jahres sowie die Lage des Wertinger Krankenhauses standen im Mittelpunkt der Vorstandssitzung der „Bürgerinitiative für Wertingen und Stadtteile“.
Der zweite Vorstand Bernd Zuna gab bekannt, dass die Kandidatensuche für die Stadtratswahl in Wertingen kurz vor dem Abschluss stehe. Die Nominierungsversammlung werde Anfang Dezember stattfinden.
Auch die Frage nach einem eigenen Bürgermeister-Kandidaten wurde kontrovers diskutiert, wobei hier noch keine abschließende Entscheidung gefallen ist.
Ob die Bürgerinitiative bei der ebenfalls im März durchgeführten Kreistagswahl mit einem eigenen Vorschlag oder mit Kandidaten auf einer anderen Liste teilnehmen werde, stehe ebenfalls noch nicht fest, so BIW-Mitglied Swen Schwarz. „Es werden gerade intensive Gespräche mit anderen Listen geführt und ich bin davon überzeugt, dass Mitglieder der BIW im nächsten Kreistag sitzen werden und sich dort für das Zusamtal und den gesamten Landkreis Dillingen einsetzen werden. Auch dort muss und wird ein frischer Wind nach der Wahl wehen“, prophezeite Stadtrat Peter Seefried. Einig waren sich alle Mitglieder, dass die BIW für den Wähler die einzig glaubhafte Oppositionskraft sein müsse und daher eine soziale und konservative Alternative zur CSU darstelle.
Erstaunt äußerte sich die BIW-Vorstandschaft über das Verhalten der Wertinger FDP. So sei von der „Spaß-Partei“ über Jahre nichts zu sehen oder zu hören gewesen und vor der Wahl würden die „Herren Liberalen“ plötzlich die Wertinger Bevölkerung entdecken. In einer FDP-Pressemitteilung werde plötzlich ganz populistisch über die Diätenerhöhung im Bundestag hergezogen, natürlich ohne zu erwähnen, dass man jahrelang selber für die Erhöhung des Abgeordneten-Lohnes verantwortlich war.
Im zweiten Teil der Vorstandsitzung wurde über die Lage des Wertinger Krankenhauses debattiert. Einstimmig sprach man sich für den Erhalt des Krankenhauses, samt Entbindungsstation aus. „Wenn in einem Krankenhaus nicht mehr geboren werden könne, ist es zum Sterben verurteilt“, so Stadtrat Seefried. Dirk Hofmann sieht es als Witz an, dass über die Schließung von einem der beiden Kreiskrankenhäuser ernsthaft diskutiert werde, während mit deutschen Steuergeldern Krankenhäuser in Polen oder Rumänien finanziert werden. Dies sei keinem normalen Bürger mehr vermittelbar. Von daher sei das Bemühen für den Erhalt der Krankenhäuser, egal ob von rot oder schwarz, als reine Wahlwerbung anzusehen. Beide Seiten werden wie immer nach dem Motto, „was interessiert mich mein Geschwätz von gestern“ handeln, so die BIW-Mitgliedschaft abschließend.